Das Salvia Divinorum Benutzerhandbuch

Übersetzung des „Salvia divinorum User's Guide“, Version vom 27. August 2003.

Nach dem Original von 'Sage Student' und Daniel Siebert. Übersetzt von Matthias.

 

Der Zweck dieses Handbuchs

Vielleicht hast du von einem deiner Freunde einen Steckling von Salvia divinorum bekommen, oder womöglich hast du getrocknete Blätter, einen Extrakt oder eine Pflanze gekauft. Ganz egal, du solltest dieses Benutzerhandbuch lesen. Dieses Handbuch soll vermitteln, wie du mit dieser Pflanze nutzbringend und mit der größtmöglichen Sicherheit umgehen kannst. Es wird dir auch beibringen, wie du deine eigenen Salvia divinorum Pflanzen züchten und pflegen kannst.


Salvia divinorum ist eine außergewöhnliche, visionäre Pflanze. Es ist keine Freizeitdroge. Salvia bewirkt einen tiefen, introspektiven Bewußtseinszustand, der zur Meditation und Selbstbetrachtung genutzt werden kann. Seine Effekte sind einzigartig und können kaum mit den Effekten anderer Substanzen verglichen werden. Die Effekte von Salvia sprechen nur wenige Menschen an.

Hüte dich vor falschen Informationen. Es gibt leider viele unmoralische Verkäufer, die unwissende Leute zu ködern versuchen, indem sie die Wirkungen von Salvia ansprechender darstellen, als sie tatsächlich sind. Die Medien (vor allem in den USA) stellen die Effekte, Risiken und Popularität von Salvia meist stark übertrieben dar. Salvia ist kein „legaler Ersatz für Cannabis“. Es ist kein „legales LSD“. Es ist kein Ersatz für irgendeine andere Droge. Es ist wichtig, dass du dich über die Effekte, die Benützung, und vor allem über die Risiken unsachgemäßer Benützung informierst, bevor du Salvia probierst.


Bitte benutze Salvia NICHT, bis du dieses Handbuch zu Ende gelesen hast. Salvia ist einzigartig. Du kannst nicht von Erfahrungen, die du möglicherweise mit anderen Pflanzen oder Drogen gemacht hast, auf seine Effekte schließen. Salvia hat viel anzubieten: faszinierende psychoaktive Effekte, gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit, scheinbare Zeitreisen, erstaunliche philosophische Einsichten, spirituelle Erfahrungen, und möglicherweise therapeutische Effekte. Es sollte nicht leichtfertig benutzt werden. Es sollte immer in einer gedankenvollen, intelligenten Weise, und nur von verantwortungsbewussten Erwachsenen verwendet werden.


Gebt es weiter!

Dieses Handbuch soll kostenlos jedem verfügbar gemacht werden, der sich für Salvia interessiert. Gib es kostenlos an jede Person weiter, mit der du Salviablätter oder Pflanzen teilst. Falls du es weitergibst, kopier bitte ALLES davon. Verändere es nicht. Gib es weiter, wie es ist. Nachdem wir immer mehr über Salvia erfahren, wird dieses Handbuch laufend aktualisiert. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass immer das Versionsdatum (siehe oben) angegeben wird. Dadurch weiß jede Person, die dieses Handbuch bekommt, ob die Informationen noch aktuell sind.


Das Original

Dieses Handbuch ist die Übersetzung des in englischer Sprache verfassten „The Salvia divinorum User's Guide“. Dieser Text ist im Internet unter http://sagewisdom.org/usersguide.html abrufbar. Diese Seite wird oft aktualisiert und ist somit vermutlich aktueller als diese Übersetzung.


Die Grundlagen zu Salvia divinorum

Salvia divinorum ist eine Salbeiart (es gehört zur Gattung Salvia). Es gibt ungefähr 1000 Arten von Salvia weltweit (die bekannteste davon ist wohl der Gartensalbei, Salvia officinalis), aber Salvia divinorum ist davon die einzige bekannte Visionen erzeugende Art. Salvia ist ein Mitglied einer sehr großen Pflanzenfamilie namens Labiatae (Lippenblütengewächse). Die Minze ist ebenfalls ein wohlbekanntes Mitglied dieser Familie. Salvia divinorum ist eine wunderschöne Zimmerpflanze, und kann auch ausschließlich für diesen Zweck kultiviert werden - allerdings sind die meisten Menschen, die diese Pflanze züchten, auch an den faszinierenden psychoaktiven Effekten interessiert.


Der botanische Name Salvia divinorum bedeutet soviel wie „Salbei der Wahrsager“, deshalb wird es mancherorts unter dem Namen „Wahrsagesalbei“ angepriesen. Seit hunderten von Jahren findet es Verwendung in den religiösen und heilenden Zeremonien der Mazatec – Indianer, die in der mexikanischen Provinz Oaxaca leben.


Die Effekte von Salvia unterscheiden sich deutlich von jenen des Alkohols, aber ähnlich dem Alkohol beeinträchtigt Salvia die Koordination. Versuche niemals, unter dem Einfluss von Salvia ein Fahrzeug zu lenken – es könnte tödlich enden!


Salvia enthält eine chemische Substanz namens Salvinorin A. Salvinorin A ist verantwortlich für die psychoaktive Wirkung. Es hat keine chemische Ähnlichkeit mit irgendeiner anderen psychoaktiven Substanz. Anders als die meisten psychoaktiven Substanzen ist es kein Alkaloid. Reines Salvinorin A ist sehr stark wirksam. Eine Dosis von nur ein paar hundert Mikrogramm (ein Mikrogramm ist das Millionstel von einem Gramm!) haben einen Effekt, und Mengen von über 1 Milligramm (1/1000stel Gramm) werden von den meisten Personen als sehr unangenehm empfunden. Wegen seiner extremen Wirksamkeit sollte reines Salvinorin A niemals verwendet werden, außer es wurde mit einer extrem genauen chemischen Waage eingewogen. Glücklicherweise wirken normale Salviablätter hunderte male schwächer als reines Salvinorin A, daher ist die Verwendung von Salviablättern weitaus sicherer.


Salviablätter scheinen aus gesundheitlicher Sicht relativ sicher. Toxikologische Studien haben gezeigt, dass Salvinorin A ausgesprochen ungiftig ist. Noch nie ist jemand an einer Überdosis an Salvia gestorben. Salvia erzeugt keine Abhängigkeit oder Sucht. Menschen, die Salvia verwenden, konsumieren es ziemlich selten. Salvia ist weder ein Stimulans, noch ein Beruhigungsmittel oder Narkotikum. Wie viele Entheogene, kann es bei entsprechender Dosierung Visionen erzeugen, die sich von jenen anderer Entheogene ziemlich unterscheiden. Dale Pendell hat in seinem Buch Pharmako/poeia Salvia einer eigenen pharmakologischen Klasse zugeordnet, die er „Existentia“ nannte. Dieser Begriff deutet auf die fundamentale Weise hin, mit der die Salvia - Erfahrung die Natur unserer Existenz beleuchtet.

 

Salvia ist keine Party – Droge

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Die Salviaerfahrung ist keine „Spaß“ in dem Sinn, in dem Genuss von Alkohol oder Cannabis als Spaß angesehen werden können. Wenn du Salvia bei einer Party probierst, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit gar keine oder aber eine eher schlechte Erfahrung machen. (Und selbst wenn du damit Spaß haben solltest, hättest du wohl in einer anderen Umgebung eine viel gewinnbringendere Erfahrung machen können! - Anm. des Übersetzers.)


In geeigneter Atmosphäre (dem richtigen ‚Setting‘) können schon relativ geringe Mengen Visionen möglich machen. Es ist eine Pflanze mit einer langen Tradition religiöser Nutzung und ist für tiefe Meditation geeignet. Es wird am besten in einem vollkommen ruhigen, beinahe vollkommen dunklen Raum genommen, entweder allein (falls man auf einen Begleiter verzichten möchte, mehr dazu weiter unten) oder unter Anwesenheit von ein oder zwei guten Freunden. Es sollte entweder in vollkommener Stille oder (manchmal) bei leiser, angenehmer Musik genommen werden.


Legalität

Salvia divinorum und sein aktiver Inhaltsstoff Salvinorin A sind in so gut wie allen Ländern legale Substanzen, so auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Australien, Dänemark und Finnland sind die einzigen Länder, in denen Salvia divinorum und Salvinorin A illegal gemacht bzw. reguliert worden sind. Weitere Informationen über die Legalität von Salvia und die laufende Gesetzgebung sind erhältlich unter:

http://sagewisdom.org/new.html


Erfahrungen mit Salvia: was man davon erwarten kann

Die Erfahrungen mit Salvia können von subtilen Effekten bis zu extremer Stärke reichen. Das gilt für gekaute oder gerauchte Blätter und Tinkturen gleichermaßen. Die Stärke der Effekte ist Abhängig davon, wie viel du zu dir nimmst, wie du es zu dir nimmst, und von deiner individuellen Körperchemie.


Erfahrungen mit Salvia unterscheiden sich von denen anderer visionärer Pflanzen oder Drogen, und Salvia hat gewisse Vorteile:


  1. Man kann keine tödliche Überdosierung von Salviablättern zu sich nehmen.

  2. Salvia erzeugt keine Abhängigkeit.
  3. Salvia ist in den meisten Ländern legal.
  4. Die Effekte sind von kurzer Dauer, man ist schnell wieder „normal“.
  5. Salvia führt selten zu unerwünschten Nebenwirkungen oder einem „Kater“.


Lärm und Ablenkung können die Wirkung relativ leicht stören. Fernsehen unter dem Einfluss von Salvia ist nervtötend, sonst nichts.


Weil Salvia divinorum Wahrnehmung und Verhalten verändern kann, darf es niemals in öffentlichen Plätzen verwendet werden – es könnte peinliche (oder schlimmere) Folgen nach sich ziehen. Unter dem Einfluss hoher Dosen tauchen Menschen oft in einen traumartigen, nach innen gerichteten Bewußtseinszustand ein. Manchmal bewegen sich diese Menschen ähnlich einem Schlafwandelten herum. Aus diesem Grund sollte immer ein nüchterner Begleiter (bzw. eine Begleiterin) anwesend sein, wenn du dich dafür entscheidest, eine große Dosis zu nehmen! Der Begleiter sollte dafür sorgen, dass du keine gefährlichen Dinge anstellst (etwa über Möbel zu stolpern oder brennende Kerzen um zu stoßen).


Wenn Salvia geraucht wird, können die Effekte sehr schnell beginnen (in weniger als einer Minute). Die Effekte sind nur für einen Zeitraum von 5-6 Minuten stark, dann lassen sie über einen Zeitraum von 20-30 Minuten rasch nach.


Wenn die Blätter gekaut werden, machen sich die ersten Effekte nach etwa 15 Minuten bemerkbar und entwickeln sich nach und nach zu einer Spitze (nach etwa 30 Minuten). Die Effekte bleiben dann für 30-60 Minuten auf gleicher Intensität und verschwinden über den Zeitraum von weiteren 30-60 Minuten.


Wenn eine Tinktur im Mund gehalten wird beginnen die Effekte nach 10-15 Minuten und kommen dann rasch zu einer Spitzenwirkung, die 20-40 Minuten dauert. In 30-60 Minuten verschwinden die Effekte wieder.


Um sicher zu gehen sollte man mindestens eine Stunde auch nach dem vollständigen Verschwinden der Effekte warten, bis man wieder ein Fahrzeug lenkt.


Normalerweise fühlen sich Personen nach einer Erfahrung mit Salvia klar und geistig erfrischt. Gelegentlich verspüren manche Menschen leichte Kopfschmerzen nach dem Rauchen von Salvia. Es scheint aber so, dass diese Kopfschmerzen das Resultat einer durch den Rauch verursachten Reizung der Atemwege sind. Ähnlich dem Zigarettenrauch wirkt wohl auch dieser Rauch irritierend auf die Lungen.


Die Effekte von Salvia können nach verschiedenen Stärkegraden unterschieden werden. Die sogenannte

S-A-L-V-I-A – Skala wurde zu diesem Zweck entworfen. Jeder Buchstabe des Wortes SALVIA steht darin für eine andere Intensität. Eine Erfahrung mit Salvia wird nach dem höchsten darin erreichten Level eingeiteilt.


Die S-A-L-V-I-A Intensitätsskala

Level 1 – „S“ steht für subtile Effekte. Ein Gefühl, dass „etwas“ passiert, obwohl schwierig ist zu sagen, was denn genau. Entspannung und leicht gesteigerte Sinneswahrnehmung können sich bemerkbar machen. Dieses milde Level ist nützlich für die Meditation. Auch sexuelle Empfindungen können bei manchen Personen leicht verstärkt werden.


Level 2 – „A“ steht für veränderte (altered) Wahrnehmung. Wenn man die Augen öffnet sind Farben und Oberflächen stärker betont. Die Eindrücke von Musik können verstärkt sein. Die Tiefe des Raumes kann größer oder kleiner erscheinen. Visionen treten bei diesem Level allerdings nicht auf. Das Denken wird weniger logisch, sonder spielerischer; das Kurzzeitgedächtnis kann leicht beeinträchtigt sein.


Level 3 – „L“ steht für einen leicht visionären Zustand. Bei geschlossenen Augen nimmt die Vorstellung Visuelle Eindrücke bei geschlossenen Augen (deutliche Bilder: Fraktale, geometrische Strukturen, Reben gleichende Muster, Visionen von Objekten und Gebilden). Diese vorgestellten Bilder sind oft zweidimensional. Falls optische Effekte bei geöffneten Augen auftreten, so sind sie normalerweise eher vage und flüchtig. Diese Phänomene ähneln den 'hypnagogischen Bildern', die man manchmal kurz vor dem Einschlafen wahrnimmt. Die Vorstellungen können problemlos von der realen Umgebung unterschieden werden.


Level 4 - "V" steht für einen lebhaft-visionären (vivid) Zustand. Komplexe dreidimensionale und realistisch wirkende Szenen treten auf. Manchmal können Stimmen vernommen werden. Bei geöffneten Augen bleibt der Kontakt mit der Realität aufrecht, wenn du aber deine Augen schließt kannst du vollständig die Umgebung vergessen und in eine traumartige Szenerie treten. Schamanische Reisen in andere Welten und Zeitalter können ebenso auftreten wie der Kontakt mit Wesenheiten. Man kann sogar kurzfristig das Leben einer anderen Person führen. Mit geschlossenen Augen werden traumartige Sequenzen mit zusammenhängender Geschichte erlebt. Solange die Augen geschlossen bleiben, kann der Eindruck entstehen, dass diese Geschehnisse tatsächlich passieren. Dies ist ein Unterschied zu den optischen Effekten in Level 3.


Level 5 - "I" steht für immateriale Existenz. Bei diesem Level kann das Bewusstsein über den eigenen Körper verloren werden. Man wird komplett von den Erfahrungen der Innenwelt in Anspruch genommen und verliert den Kontakt mit der Welt um sich herum. Die Individualität wird aufgelöst, man kann eine Verschmelzung mit Gott, dem kollektiven Bewußtsein, Archetypen, dem Universum oder bizarre Fusionen mit anderen Objekten verspüren (z. B. ein Verschmelzen mit der Zimmerwand oder einem Möbelstück). Ab diesem Level wird es unmöglich, sich in der alltäglichen Form der Realität zurechtzufinden - leider aber neigen manche Menschen dazu, in diesem Zustand nicht still zu halten und bewegen sich umher. Aus genau diesem Grund ist ein Begleiter ab diesem Level unerlässlich, um Sicherheit für diese Menschen zu garantieren. Für Personen, die dieses Phänomen am eigenen Körper erleben kann es schrecklich oder äußerst angenehm sein, auf einen äußeren Beobachter wirkt diese Person aber verwirrt und desorientiert.


Level 6 - "A" steht für amnesische Effekte. Bei diesem Stadium wird entweder das Bewusstsein verloren, oder zumindest ist man unfähig, sich später daran zu erinnern, was man erlebt habt. Die Person kann fallen, oder bewegungslos bleiben, schlafwandlerisches Verhalten ist möglich. Die Person könnte Verletzungen erleiden, ohne sofort Schmerz zu spüren. Es ist ganz eindeutig nicht wünschenswert, dieses Level zu erreichen, da keine Erinnerungen an die Geschehnisse mitgenommen werden können und das Gefahrenpotential unvertretbar ist.


Nutzungsmethoden

Salvia wird niemals injiziert. Es gibt viele verschiedene Formen der Nutzung, einige davon werden hier diskutiert.


Traditionelle Methoden der Mazatec

Die beiden traditionellen Nutzungsmethoden der Mazatec sind im vergleich zu anderen Methoden weniger effizient, da sie viel mehr Blattmaterial benötigen; allerdings sind sie äußerst sicher. Traditionell werden die Blätter in einem halb abgedunkelten Raum im Laufe einer religiösen oder heilenden Zeremonie genommen. Mindestens eine nüchterne Person ist anwesend, um über die unter dem Einfluss der Pflanze stehenden Menschen zu wachen. Dabei wird ein wässriges Getränk verwendet, das aus den zermahlenen frischen Blättern gewonnen wird. Diese Methode benötigt viele Blätter und der Geschmack ist ziemlich unangenehm, daher wird diese Methode selten außerhalb des traditionellen Rahmens verwendet. Salvinorin wird äußerst schlecht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, und so ist eine enorme Menge an Blättern erforderlich, um dennoch einen Effekt zu erzielen. Trotzdem funktioniert diese Methode, und die Effekte dauern länger an als mit anderen Methoden. Die andere traditionelle Methode der Mazatec verlangt eine größe Zahl an Blättern zu kauen und danach zu schlucken, wobei der Gutteil der Effekte durch das über die Mundschleimhaut aufgenommene Salvinorin verursacht wird. Dies ist eine weniger effiziente Form der Priem - Methode (siehe weiter unten). Viele Menschen finden den bitteren Geschmack der Blätter sehr unangenehm.


Modernere Methoden

Die Priem - Methode

Blätter werden zu einer Kugel oder einem Zylinder, einem Priem (engl. Quid) gerollt. Dieser wird gekaut. Die Blätter sollten langsam gekaut werden (etwa einmal alle 10 Sekunden) und werden zwischen dem Kauen unter der Zunge gehalten. Der Priem und der während des Kauens entstehende Saft sollten nach möglichkeit für eine halbe Stunde im Mund gehalten und nicht geschluckt oder ausgespuckt werden. Nach dieser Zeitspanne kann alles ausgespuckt werden, wofür eine Schüssel und ein Handtuch bereit stehen sollten. Diese Mischung aus Salviasaft und Speichel macht Flecken auf Teppichböden und Stoffen, man sollte also darauf acht geben, nichts zu verschütten.


Prieme können aus frischen oder getrockneten Blättern gemacht werden. Jene aus trockenen Blättern sind weniger bitter. Um einen Priem aus getrockneten Blättern zu machen, werden 2 - 8 Gramm an getrockneten Blättern eingewogen. Küchenwaagen mit einer Gramm - Skala sind günstig erhältlich. Wenn keine Waage verfügbar ist, sollten 8 bis 28 große, getrocknete Blätter abgezählt werden. Die Blätter werden für 10 Minunten in eine kleine Schüssel mit kühlem Wasser gegeben. Danach werden die feuchten Blätter herausgenommen, das überschüssige Wasser sanft herausgepresst und die Blätter zu einem Priem gerollt. Einige Leute befeuchten die Blätter nicht, bevor sie zu einem Priem gerollt werden, es kann aber unangenehm sein, an trockenen Blättern zu kauen. Nach Wunsch kann der Geschmack des Priems mit Zucker, Honig oder anderen Süßstoffen etwas verbessert werden.


Falls frische Blätter verwendet werden, werden ebenfalls 8 bis 28 große Blätter abgezählt.


Der Effekt von Salvia - Quids kann verbessert werden, indem man die Aufnahmefähigkeit der Mundschleimhaut erhöht. Dazu werden eine Zahnbürste und ein Alkohol/Menthol - hältiges Mundwasser (z.B. Odol). Die Mundhöhle (inklusive dem Gewebe unterhalb der Zunge und der Oberseite der Zunge) wird dabei sanft abgebürstet. So werden Schichten von abgestorbenen Zellen entfernt, die normalerweise vorhanden sind. Dann soll der Mund für mindestens 30 Sekunden mit Mundwasser gespült werden, sodass es sich im ganzen Mundraum verteilt. Ausspucken, mit Wasser nachspülen.


In den ersten 12 bis 15 Minuten des Kauens treten kaum merkbare Effekte auf. Davon darf man sich nicht täuschen lassen. Die vollen Effekte treten normalerweise nach etwa 30 Minuten auf (wenn der Quid ausgespuckt wird). Die Effekte bleiben bei diesem Level für 30 bis 60 weitere Minuten, um dann wieder ab zu nehmen. Die Gesamtdauer beträgt selten mehr als 1 1/2 Stunden, kann aber variieren.


Rauchen

Getrocknete Blätter können in einer Pfeife geraucht werden. Sie müssen bei einer heißen Flamme geraucht werden und der Rauch muss tief und schnell inhaliert werden, um einen Effekt zu erzielen. Weil Salvinorin nur bei einer hohen Temperatur verdampft, ist es günstig, die Flamme direkt über das Blattmaterial zu halten, sodass sie während der Inhalation hinunter zu den Blättern gezogen wird. Die Blätter können in einer kurzen Tabakpfeife oder 'Bong' geraucht werden.


Extrakt-verstärkte Blätter können ebenso geraucht werden. Extrakt-verstärkte Blätter können sehr stark wirken und sollten nur geraucht werden, wenn ein Begleiter anwesend ist. Es ist möglich, Blätter oder Extrakt (bzw. deren Inhaltsstoffe) in einem speziellen Vaporizer zu verdampfen. Ein Vaporizer verdampft Material, ohne es zu verbrennen. Diese Methode kann leicht verhängnisvoll sein. Da sehr wenig Rauch produziert wird, ist es möglich, äußerst große Mengen zu inhalieren ohne es zu bemerken. Jeder, der einen Vaporizer verwendet MUSS einen Begleiter bei sich haben. Viele für Cannabisprodukte gedachte Vaporizer funktionieren nicht für Salvia. Spezielle Vaporizer für Salvia können leicht gebaut werden, aber dieses Methode ist nichts für Menschen, die nicht gut mit Salvia vertraut sind.


Das Vaporisieren von reinem Salvinorin A ist möglich, aber nicht zu empfehlen! Falls die Dosis nicht äußerst genau eingewogen wurde, geht von dieser Praktik eine große Gefahr aus, da leicht eine viel zu große Menge vaporisiert werden kann. Um sicher zu gehen, wäre eine chemische Waage erforderlich, die im Mikrogrammbereich (zur Erinnerung: 1 Mikrogramm ist ein millionstel Gramm) messen kann. Solche analytische Waagen kosten gut mehrere 1000 Euro. Es sind standardisierte Mengen an Salvinorin A in Form von Extrakt-verstärkten Blättern erhältlich - diese Produkte erleichtern es, eine exakt definierte Menge an Salvinorin A zu inhalieren. So kann man auf eine analytische Waage verzichten und vermindert das Risiko einer ungewollt hohen Dosierung beträchtlich.

 

 

Begleiter und Sicherheit


Wann ein Begleiter benötigt wird

Ein Begleiter ist absolut unerlässlich, wenn Mengen konsumiert werden, bei denen es zu Verwirrung, Panik, Stürzen, Verletzungen oder gar der Gefährdung anderer kommen kann. Ein Begleiter ist wichtig, wenn man zum ersten Mal Salvia probiert, eine stärkere Zubereitungsform (Extrakte etc.) oder eine effizienteren Nuzungsmethode verwendet.


Ein (erfahrener) Salvia - Nutzer, der einen Quid verwendet, wird wohl vorziehen, dies allein zu tun (und sich dabei auch keiner Gefahr aussetzen). Ein vertrauter und zurechnungsfähiger Begleiter ist ein absolutes Muss, wenn ein Vaporizer verwendet, eine hohe Dosis an Extrakt-verstärkten Blättern oder sogar reines Salvinorin geraucht wird. Das Rauchen von Blättern liegt, was mögliche Risiken betrifft, dazwischen. Viele Menschen kommen ohne Begleiter aus, aber einen Begleiter zu haben ist wohl niemals eine schlechte Idee. Verwende bitte gesunden Menschenverstand.



Was ein Begleiter wissen und tun sollte

Der Begleiter sollte wissen, dass die Effekte von Salvia nur kurz anhalten, wie seltsam das Verhalten der Person auch scheinen mag. Die Person braucht deswegen keine ärztliche Hilfe (außer natürlich, es kommt tatsächlich zu einem medizinischen Notfall). Die Person muss aber abgesichert werden, bis die Effekte vorrüber sind. Wenn man allerdings die Sicherheit der Person nicht gewährleisten kann, muss Hilfe gerufen werden. In spätestens einer Stunde (meistens aber viel eher) ist die Person wieder vollkommen unbeeinträchtigt und normal. Diesen Umstand sollte man sich immer bewusst machen, falls tatsächlich unangenehme Situationen entstehen sollten. Es ist äußerst hilfreich, selber Erfahrung mit Salvia zu besitzen, wenn man eine andere Person begleitet. Erfahrungen mit anderen psychoaktiven Substanzen sind nur bedingt von nutzen.


Wechselwirkungen zwischen Salvia und anderen Substanzen

Man sollte besonders vorsichtig sein, wenn man Salvia mit anderen Substanzen / Drogen kombiniert. Wie bei den meisten Wirkstoffen könnten auch hier manche Kombinationen zu unerwartetend und möglicherweise negativen Effekten führen.


Viele Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, verwenden Salvia ohne negative Effekte. Obwohl Salvia relativ sicher mit den meisten Medikamenten kombiniert werden kann, gibt es wahrscheinlich einige Substanzen, mit denen es nicht vermischt werden sollte. Auch hier ist es wichtig sich vor Augen zu führen, dass jede Person einzigartig ist. Das Faktum, dass manche Menschen keine Probleme mit bestimmten Kombinationen haben garantiert nicht, dass diese Mischung auch für jeden sicher ist.


Wenn Salvia mit einer anderen Substanz kombiniert werden muss, sollte immer vorsichtig vorgegangen werden. Es sollte mit einer kleinen Dosis begonnen werden, um mögliche negative Effekte gering zu halten. Wenn keinerlei negativen Wechselwirkungen auftreten, kann versucht werden, die Dosis bei nachfolgenden Versuchen langsam zu erhöhen. Falls keine unerwünschten Wirkungen auftreten, kann die Dosis erhöht werden, bis die erwünschte Wirkungsintensität erreicht ist. Es sollte immer ein Begleiter anwesend sein, wenn neue Kombinationen probiert werden. Es ist wichtig, jemanden zu haben, falls Hilfe tatsächlich nötig werden sollte.


Es liegt ein Bericht von einer Person vor, bei der es zu gewissen Atemschwierigkeiten kam, nachdem eine hohe Dosis GABA eingenommen und Salvia geraucht wurde (GABA ist ein Neurotransmitter und mancherorts als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich). Obwohl nicht klar ist, ob dieses Reaktion auf eine Wechselwirkung zwischen diesen beiden Substanzen zurück zu führen ist, sollte diese Kombination dennoch vermieden werden.


Der neurologische Wirkmechanismus von Salvinorin A

Salvinorin A wurde als potenter, hoch selektiver Agonist am Kappa - Rezeptor identifiziert. Die experimentellen Erkenntnisse legen nahe, dass die psychoaktiven Effekte von Salvinorin A auf die Aktivität an diesem Rezeptor zurück zu führen sind.


Richtlinien für eine intelligente und sichere Nutzung von Salvia

Salvia divinorum ist eine bemerkenswert sichere Substanz - wenn es in einer angemessenen Weise benutzt wird. Es kann faszinierende, bereichernde Erfahrungen erzeugen - wenn man es auf einigermaßen intelligente Weise verwendet. Nimm bitte Rücksicht auf die folgenden Sicherheitsrichtlinien:



  • BENUTZE SALVIA NIE, WENN SCHUSSWAFFEN, MESSER, ODER ANDERE GEFÄHRLICHE OBJEKTE IN UNMITTELBARER REICHWEITE SIND.

  • LENKE NIEMALS EIN FAHRZEUG UNTER DEM EINFLUSS VON SALVIA

  • Wähle die Zeit und den Ort für die Salviaerfahrung sorgfältig aus. Privatheit und Sicherheit sind besonders wichtig. Vorsicht ist bei größeren Höhen (Abhang, Balkon) und offenen Flammen (Kerzen) geboten. Salvia sollte nicht genommen werden, wenn eine Störung durch Telefonanrufe, Besucher, Haustiere, Kinder etc. zu erwarten ist. Schalte das Telefon ab und den Anrufbeantworter lautlos.

  • Überleg dir gut, wieviel du komsumierst, und in welcher Form.

  • Wenn geraucht wird: Stell die Rauchutensilien an einen sicheren Ort und leg dich auf ein Bett, eine Couch oder einen weichen Teppich. Bleib liegen, bis die Effekte wieder nachgelassen haben. Die liegende Stellung ist sicherer, die Effekte von Salvia kommen bei geschlossenen Augen am besten zur Geltung.

  • Lass jemand auf dich aufpassen (besonders wenn du noch keine Erfahrungen mit Salvia hast, eine hohe Dosis verwendest, ein starkes Extrakt rauchst oder einen Vaporizer verwendest).

  • Pass freiwillig auf andere Personen auf, die Salvia konsumieren.

  • Falls du unter psychischen Problemen leidest, nimm Salvia nicht ohne vorhergehender Absprache mit deinem Therapeuten oder Arzt.

  • Verwende Salvia verantwortungsvoll, ermuntere andere Benutzer von Salvia zu einem verantwortungsvollen Umgang. Gib Salvia nicht an Minderjährige, labile oder gewalttätige Menschen weiter. Gib es nicht an Fremde weiter. Sei dir im klaren darüber, wem du etwas gibst und warum diese Personen es verwenden möchten.

  • Nimm Salvia niemals in der Öffentlichkeit oder während der Arbeit. Nicht auf Konzerten, nicht auf Raves, nicht auf lärmigen Parties. Ein sicherer, ruhiger Platz und die Gesellschaft eines einzelnen, guten Freundes ist viel besser geeignet.

  • Das Mischen von Salvia mit größeren Mengen Alkohol oder Drogen kann zu einem unberechenbarem Verhalten und schlimmen Überraschungen führen. Wenn auch erfahrene Salvia – Nutzer mit Kombinationen experimentiert haben, ist das für einen Anfänger definitiv nicht anzuraten. Obwohl keine gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Substanzen bekannt sind, gibt es auf diesem Gebiet noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen.

  • Sei besonders mit Flammen (Kerzen, Feuerzeuge, Lagerfeuer usw.) vorsichtig, wenn du Salvia benutzt.

  • Sei vorsichtig mit der Verwendung von Vaporizern oder dem Rauchen von Extrakt-verstärkten Blättern. Lass in diesem Fall jemand auf dich aufpassen. Das Kauen eines Priems oder das Rauchen von herkömmlichen Blättern ist weitaus sicherer.

  • Verwende niemals reines Salvinorin A wenn die Dosis nicht mit einer sehr genauen Waage (die im Mikrogrammbereich arbeitet) eingewogen ist. Du solltest genau wissen, wieviel du sicher konsumieren kannst. Selbst bei genauer Einwaage sollte jedenfalls eine Person anwesend sein, die auf dich aufpasst.



Kultivierung


Hier findet sich eine Anleitung zur Kultivierung von Salviapflanzen. Der Text ist der Originalversion des Manuals entnommen.


THE PLANT AND ITS CARE
If you will be growing your own Salvia, you should read this. If you will not be growing your own, you may wish to skip this section.

Salvia divinorum is a semi-tropical perennial. That means that it can grow year after year, but only if it is not exposed to freezing temperatures. It is a green plant with large leaves and a distinctive thick, hollow, square green stem. It can grow several meters (yards) high if conditions are favorable. When it grows high enough, the branches will bend, or break, and may root if they come in contact with moist earth. Although Salvia divinorum can flower under natural lighting conditions, it almost never sets seed that will sprout. So the plant is almost always propagated by cuttings. The leaves are oval, weakly notched (serrated) and can be quite large (up to 9 inches in length). They are usually emerald green, but under some conditions, may be yellow-green or even yellow. They are covered with a fine coating of extremely short hairs (trichomes), giving the leaves a satin like velvety appearance in certain lights. The plants grow best in partial shade, in well-watered, but well-drained, soil. The roots must not be kept constantly soaked, or root-rot will set in and kill the plant.

Salvia divinorum can be grown indoors in any climate. It makes a beautiful house plant.

You can grow Salvia divinorum outdoors all year round if you live in a humid semi-tropical climate, with well-watered, but well-drained soil, with a high humus content. If you live in a colder or drier climate, you can still grow Salvia outdoors, weather permitting. But you may have to do it with some care, making sure it is protected from frost, watered frequently, and misted when humidity is low. Salvia will not live through freezing or drought. It can be grown outdoors in pots which can be brought indoors when it is cold (below 40 degrees Fahrenheit). That way it can be grown outdoors in summer and indoors in winter.

Salvia will tell you when it is getting too dry: its leaves will droop. Be sure to water it at the first sign of mild drooping--do not let the plant become limp. The soil should drain well but should be kept moist. If planting Salvia in pots, make sure the pot is large enough to allow the plant to grow well. Although your available space will limit possible pot size, use the biggest pot that is practical. It must have drainage holes. Placing gravel (or broken up pieces of crockery) in the bottom of the pot will help promote drainage and thus discourage root-rot. Most commercial potting soil will work well. Adding Vermiculite® or Perlite® to the potting soil is helpful but not essential.

Salvia will need fertilizer. Any good general-purpose fertilizer will work. Fish emulsion is a good organic fertilizer choice, but because it has a very unpleasant odor, it is suitable only for outdoor use. Satisfactory results can be achieved with chemical fertilizer products. Some of them are:

Scott's® All-Purpose Plant Food (18-13-13) lightly sprinkled on the soil about once every six weeks. Miracle-Grow® (15-30-15) or MirAcid® (30-10-10) added to the water once a week (1/4 tsp. per gallon). Peter's® Professional Soluble Plant Food (15-30-15) 1/4 tsp. to gallon of water once per week.

If growing indoors, take the plants outdoors when it is warm enough, and let rain fall on them. This will prevent mineral salts from building up in the soil and killing your plant

Salvia divinorum can do well in a variety of different lighting conditions. It does best with a few hours of partial sunlight a day. It can do well when grown indoors near a window. It can handle more sun if kept well watered and misted frequently. It can also handle moderately deep shade. When changing the lighting conditions or the humidity conditions your plants are exposed to, do so gradually. Given enough time, Salvia is very adaptable, but it may take weeks to get used to a new environment.

Many pests can attack Salvia. Whitefly is a big problem for greenhouse grown plants. Aphids, slugs, caterpillars, thrips, spider mites, and scale insects can also damage your plants. Root-rot and stem-rot can be problems. Fungal spots can appear on leaves. It is not known which plant viruses attack Salvia divinorum, but probably some do, as many attack other sages.

Aphids and scale insects can be removed with a cotton swab dipped in isopropyl (rubbing) alcohol.

Slug damage can be reduced by growing Salvia in pots on a raised deck or palette. Some may still get by and attack your plants. Keep an eye out for these slimy pests. One slug can eat an awful lot of Salvia! Beer can be used to attract and drown slugs. Set a saucer of beer in a slight depression in the ground; the surface of the saucer should be flush with the soil, so slugs can get in, get drunk, and drown.

Spider mites can be controlled by dissolving Castile soap in water and spraying the leaves, including the underside. Repeat at two-week intervals for three applications. Caution: there have been some reports of soap damaging leaves, so don't use too much.

Your garden hose is your best friend in fighting most outdoor pests. Spray the leaves hard enough to blow the pests away, but not hard enough to damage the leaves. don't forget to spray the underside of the leaves too. A fine mist nozzle works best for this.

Salvia divinorum is usually propagated by cuttings, not by seed. Cuttings may be rooted either in water or directly in soil. Here's how:

ROOTING IN WATER:
Cut off a branch (4-8 inches long) bearing some leaves. Cut off the leaves that are attached to the lowest node on your cutting then immediately place it in about one and a half inches of water in a small water glass. Only one cutting is to be put in each glass, so if rot develops in one cutting it cannot spread to another.

It is best if the cutting is cut back to just below a node, since nodes are the places from which new roots are most likely to develop. While it is not necessary to make the cut here, doing so has the advantage that there will be no stem material dangling in the water below the node. This is important as the cut stem end is more likely to start to rot than is a node.

Make sure the cutting is made with clean shears, or a knife, so the cut stem does not get attacked by germs and fungi that could cause stem rot. Place it where it will get some filtered sunlight. Change the water daily. It may be a good idea to use cooled boiled water. If your water is chlorinated, boiling will drive off chlorine. Non-chlorinated water may be contaminated with plant disease germs, but boiling should kill these. Rooting in water is successful about 75% of the time (the rest of the time stem rot occurs and kills the cutting).

In two weeks roots will start to develop. When they are about 1/2-1 inch long, transplant to potting soil in a well-drained pot. Cover with a clear glass jar or clear plastic bag to serve as a humidity tent until the plant establishes its roots in the soil and appears vigorous (usually 1-2 weeks). Then gradually wean the plant from dependence on the humidity tent.

Some growers report that Salvia branches that break off spontaneously in summer are more likely to root successfully than those deliberately cut. Rooting in water outdoors may decrease the chance of stem rot occurring. apparently the UV light in unfiltered sunlight acts to kill germs or fungi in the water.

ROOTING IN SOIL:
Salvia can be rooted directly in soil. Materials needed:

  • Potting soil.

  • Two disposable plastic cups.

  • Some Rootone® powder (this is a rooting hormone mixture that also contains a fungicide) it is available at most nurseries in the United States.

  • A 1-gallon thin, transparent, polyethylene food storage bag.

  • A rubber band.

  • Water.

METHOD:
Punch some small holes in one of the cups for drainage. Fill the cup 2/3 the way up with potting soil. Using a pencil or a finger make a hole in the soil about 2 inches deep. The soil is now ready for your cutting. You must now prepare the cutting. With clean shears, cut off a length of stem from a healthy plant. Leave a few leaves (small ones) on top. Harvest the larger leaves from the cut-off stem. Immediately after cutting the stem, place it in clean water. Cut it back to just below a node, as roots will develop from the node. Keep the cut surface wet. Place the cut surface, and the stem for about 1 inch above the cut, into the rooting powder. Shake off the excess. Rooting powder is somewhat toxic, so wash your hands after handling it. Place the powder coated cutting in the hole in the soil. Gently push the soil around the cutting, holding it in place while filling in the hole. Water the planted cutting until some water runs out the drainage holes. Place the cup with the plant in it into the second plastic cup (which is there to catch any runoff water). You may want to put a small piece of wood or plastic in the bottom of the outer cup to act as a spacer. This allows enough space for excess water to drain. Place a 1-gallon clear plastic bag over the rooted cutting, using a rubber band to hold it in place. The rubber band should be outside the bag and the bag outside both cups. The Rubber band holds the bag against the cups. As the plastic bag acts to conserve moisture, frequent watering is not required. After several weeks you can transplant the now rooted plant to a larger pot.

PROCESSING PLANT MATERIAL
Dried Salvia divinorum leaves should be stored in sealed containers away from light. Stored this way, the leaves will retain their potency for many, many years, perhaps indefinitely (nobody knows just how long). If you are growing your own, you will probably want to dry leaves for future use. There are several ways to do this.

  • Method 1.) Nature's Bounty
    Wait until the leaves die or are shed. Gather them. Place them on a plate in a room with low humidity. Turn often. Wait until they are dry, then store. It is not known if naturally shed leaves are stronger or weaker than picked leaves.
    Advantage: you won't be depriving your plants of leaves it needs.
    Disadvantage: you will have to wait until the plant is ready to make a donation to your cause. Leaves may not be in prime condition.

  • Method 2.) Salvia "Tobacco"
    Take big, freshly picked leaves and place one atop another (like stacking sheets of paper). Then cut through the pile, making 1/2 cm. (1/4 inch) strips. Pile these on a plate into a heap. Turn them twice daily until they are dry but not crispy.
    Advantage: The resulting "tobacco" is said to give a smoother smoke than thoroughly dried leaves.
    Disadvantage: It is possible that this slow partial drying results in weaker leaves that may not keep as long as thoroughly dried (crispy) leaves.

  • Method 3.) Food Dehydrator
    Dry in a food dehydrator. These are available where small kitchen appliances are sold. Drying is very fast and thorough. Dry until the leaves, including the leaf stems, are crispy. Touch the leaves with your fingers to see if they are thoroughly dried. If they are, the leaf stems should snap if pressure is applied to it.
    Advantages: speed, thorough drying, and convenience.
    Disadvantage: Cost of buying a dehydrator.

  • Method 4.) Oven Dried Salvia
    Place on an oven-proof dish. Oven dry in an oven set at no more than 175 degrees F.
    Advantage: speed, thorough drying, and convenience.
    Disadvantages: Somewhat less convenient than using a food dehydrator. It may be hard to keep oven temperature at an optimal range.

  • Method 5.) Calcium Chloride (CaCl2) Drying
    Calcium chloride is available from chemical supply houses, or as "Damp-Rid" refills, from most hardware stores. Place a sufficient amount of calcium chloride in the bottom of a polyethylene container. Place a piece of aluminum foil over but not touching the CaCl2, and place the leaves to be dried on top of foil. Curling up the edges of the foil, should prevent the leaves from touching the CaCl2. Then seal the container. The leaves should be dry in about two days.
    Advantage: very thorough drying.
    Disadvantages: less convenient than other methods. Slow.

However you dry the leaves, store them in a sealed jar away from light. A clean glass canning jar works very well (Mason jar). Storing the jar inside a kitchen cabinet or medicine chest will keep it away from light. Stored this way, leaves will retain their potency for many, many years.